Erstmals wurden "figürliche Nussbeisser",so ihre alte Bezeichnung, um 1650 in Berchtesgaden und 1735 in Sonneberg hergestellt. Im Erzgebirge verbreiteten sich die Nussknacker jedoch erst sehr spät. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann man hier mit der Anfertigung der heute sehr beliebten Figuren.
Die heute weltberühmten Nussknacker entstanden der Überlieferung nach im Erzgebirge um 1870 in der kleinen Werkstatt Wilhelm Fürchtners. Damit begann der Siegeszug dieser Erzgebirgsfigur um die Welt . Das Weihnachtsfest als Fest der Familie mit den vergoldeten Nüssen als Weihnachtsbaumschmuck war maßgebend für die Verbreitung des Nussknackers entscheident, ebenso seine Darstellung in der Literatur und Märchenbüchern.
Die Herstellung des Nussknackers in vielen Handwerksbetrieben des Erzgebirges hat sich in seinen Grundaufbau bis heute nicht geändert. So entstehen die knackigen Gesellen in vielen verschiedenen Größen, Motiven und Farben noch immer als kräftige Gestalten mit großem Kopf und einem Hebel am Rücken, mit dem die Nuss an den Oberkiefer gedrückt und somit geknackt wird.
König Nussknacker gehört somit zu den bekanntesten und begehrtesten Figuren der erzgebirgischen Handwerkskunst.