Engel und Bergmann sind die bekanntesten Symbolfiguren der erzgebirgischen Weihnacht. Die historische Entwicklung der beiden Figuren verlief aber sehr unterschiedlich. Der Bergmann als Lichterträger entstammt der Blühtezeit des Bergbaus. Dort brauchte er das Licht für seine Arbeit und in der Winterzeit auch für den Weg von und zum Schacht.
Die Entstehung des Lichterengels hingegen ist nicht auf den bergmännischen Bereich zurückzuführen - jedoch besteht auch hier eine enge Verbindung zum Licht. Nach der biblichen Geschichte gilt der Engel als ein Bote des Himmels und als Träger des göttlichen Lichtes.
Die Herstellung größerer Stückzahlen beider Figuren begann in der Region um Seiffen nicht vor Mitte des 19. Jahrhunderts und erreichte erst etwa 50 Jahre später seinen ersten Höhepunkt, als das Weihnachtsfest zu einem Fest des Lichtes für jedermann wurde.
Mit Wachskerzen oder elektrisch beleuchtet zaubern an den langen und kalten Wintertagen am Ende des Jahres Engel und Bergmann in vielen Größen und Farben ein festliches Licht in viele Weihnachtsstuben der Welt.