Im Weihnachtsbrauchtum des Erzgebirges nehmen angenehm wohlriechende Düfte, erzeugt durch kleine Räucherkerzen, eine bedeutende Rolle ein. Neben der Wirkung dieser Düfte, so vermutet man, war für die Entstehung der Räuchermännchen aber auch die aufkommende Verbreitung des Rauchens von Bedeutung. Die ersten erzgebirgischen Räuchermänner entstanden 1856/57 im kleinen Erzgebirgsdorf Heidelberg, einem Nachbarort des sehr bekannten Spielzeigdorfes Seiffen.
Schon immer waren die Räuchermännchen das Abbild der Zeit, in der sie entstanden. Vorbilder für die ersten Räuchermänner waren daher Menschen aus dem Dorf - Waldarbeiter, Bergmänner, Schornsteinfeger und viele liebenswerte Zeitgenossen. Neben den ursprünglichen Formen bestimmen heute natürlich auch Darstellungen der gegenwärtigen Zeit das Bild der vielen verschiedenen Motive dieser bis in die heutige Zeit sehr beliebten Figuren.